Kombiniere Brot mit Käse.

Die Auswahl des Brots steht an erster Stelle, denn die Brotsorte bildet die Grundlage unseres Käsebrots. Hier können Sie innerhalb einer facettenreiche Palette von Brotvariationen wählen: Grob gemahlen, dunkel und herb mit einzelnen Kernen bis fluffig-weich aus hell gemahlenem Mehl. Das Gute ist, dass Käse vergleichbar ist mit dem weißen Shirt im Kleiderschrank: Er passt zu nahezu allem und sieht immer mindestens okay aus.

Sie gehen am besten in eine Bäckerei Ihrer Wahl und treffen dort nach einem freundlichen Plausch mit der Ihnen Ihr Brot verkaufenden Person diese sehr private Entscheidung: Schwarz-, Grau- oder Weißbrot? Harte Schale oder weiche Kruste? Wenn Sie eine Vorliebe für das Verfahren des Toastens haben, berücksichtigen Sie das bitte an dieser Stelle.

Ist das Brot gekauft, schlagen Sie den Weg ein, der Sie zu einem Bauern- oder Supermarkt führt. Wenn Ihnen die Brotentscheidung bereits schwer gefallen ist, wird Ihnen dieser nächste Schritt wahrscheinlich enorm schwer fallen: Aus der Milch von Ziege, Schaf, Kuh oder Büffel wird die Masse der Begierde gewonnen. Das Spektrum des Geschmacks reicht hier von mild (sahnig-mild, cremig-mild, mild-nussig, mild und harmonisch, säuerlich-mild, mild-fruchtig), aromatisch (fein-aromatisch, aromatisch-nussig, dezent aromatisch) über würzig (extra-würzig, dezent würzig, nussig-würzig, fruchtig-würzig) und pikant (mild-pikant, pikant-rauchig, pikant-herb) bis hin zu kräftig (kräftig herb, kräftig und zart schmelzend, kräftig-würzig). Die Autorin bevorzugt nussig-würzigen Bergkäse (Scheibenkäse) auf Kuhmilch.

Sollten Sie keine Butter zuhause habe, statten Sie sich bitte auch mit dieser dritten Komponente aus, die für ein gutes Käsebrot obligatorisch ist.

Begeben Sie sich nun auf den Heimweg. Achten Sie darauf, dass das Brot durch die anderen Waren nicht eingedrückt oder beschädigt wird. Bitte spazieren Sie nicht unnötig herum. Das Brot sollte bei seiner Verwendung so frisch wie möglich sein und auch der Käse sollte nicht länger als nötig ungekühlt sein. Es ist dringend zu vermeiden, dass er unter Temperaturen, die die 10 Grad übersteigen zu einem wabbeligen Lappen wird, der keinerlei Bisswiderstand mehr zu bieten haben.

Zuhause angekommen brauchen Sie mehrerlei: Für das Brot eine ausreichend große Schneidefläche. Hierbei ist nicht nur das Ausmaß des Laibs selbst zu beachten, sondern auch der Platz, den ihre schneidenden Messerbewegungen einnehmen werden. Darüber hinaus brauchen Sie eine Unterlage, auf der Sie die abgeschnittenen Scheiben abgelegen können. Ein kleiner Teller oder ein Holzbrettchen schaffen hier Abhilfe. Des Weiteren brauchen Sie ein tauglich scharfes Messer, um das Brot sauber schneiden zu können. Das ist sehr wichtig, damit Sie keinen zerfransten Krümelhaufen beschmieren müssen.

Bevor Sie aber zur Tat schreiten, empfiehlt es sich, die übrigen Vorkehrungen bereits getroffen zu haben. Öffnen Sie also die Verpackung, die Ihren Käse noch unter Verschluss hält. Legen Sie auch die Butter frei. Diese ist auf dem Weg nachhause hoffentlich etwas weicher geworden. „Streichzart“ ist hier der zu erreichen gewünschte Zustand.

Nun geht es um die Verhältnismäßigkeit. Oder anders: Geht es Ihnen um das Brot, oder um den Käse? Wenn Sie die schmackhafte Teigware um das weiche Aroma der Käsemasse ergänzen wollen, empfiehlt es sich, breitere Scheiben vom Laib zu scheiden. Wenn Sie mehr auf der Suche nach einer appetitlichen Verpackung für das herbe Milchprodukt sind, entscheiden Sie sich für die schlankere Brotvariation. (Achtung: Je kleiner die Brotscheibe, desto höher das handwerkliche Gespür, das vom Schneidenden verlangt wird!)

Je nach Beschaffenheit ist Vorsicht bei der Umlagerung der Brotscheibe geboten, sie sollte keinesfalls auseinanderbröseln! Aus diesem Grund ist auch bei der streichenden Anwendung der Butter zu Sensitivität zu raten: Nehmen Sie die fettige Grundierung über eine angemessene Klingenbreite des Messers auf und streichen Sie sie so ebenmäßig wie möglich auf die Brotscheibe. Drücken Sie die Klinge nicht in den Teig! So entstehen unansehnliche Lücken, in denen sich die Butter in fetten Flocken zu sammeln droht. Wenn Sie beim Essen auf plötzliche Fettansammlungen in der Mundhöhle verzichten möchten, sollten Sie diesen Ratschlag dringend beherzigen!

Jetzt der letzte Schritt: Der Käse. Wenn Sie sich für ein Stück entschieden haben, stehen Sie nun wieder, sie erinnern sich an die Situation beim Brot, vor der Wahl der Dicke der abzuschneidenden Scheiben. Für welche Stärke Sie sich auch entscheiden mögen: Achten Sie beim Schnitt darauf, dass der Käse stabil auf Brot und Butter zum Liegen kommen kann. Vermeiden Sie zu bananenförmiges Schneiden. Ist die aufgelegte Käsescheibe zu geschwungen, kann es zu technischen Problemen beim Verzehr durch Abrutschen des Belags kommen.

Vor dieser Hürde stehen Sie nicht, wenn Sie sich für den einfach zu handhabenden Scheibenkäse entschieden haben. Wenn Sie eine größere Belagsstärke bevorzugen, so ist diese ganz einfach durch ein- oder mehrfaches Falten der Käsescheibe zu erzielen.

Wenn Sie den Käse wie gewünscht auf dem Brot platziert haben, stellen Sie vor dem Verspeisen sicher, dass die Käseware ausreichend gesichert ist. Dies geschieht am besten, in dem Sie die breite Klinge des Messers noch einmal vorsichtig (!) dafür nutzen, um leichten Druck auf das Gesamtprodukt auszuüben, sodass Brot, Butter und Käse wirklich intensiv aneinander haften.

Zutaten:

  • Brot
  • Butter
  • Käse

Saison

  • Frühling
  • Sommer
  • Herbst
  • Winter

Anlässe

  • Pause
  • Liebesbeweis (zwischendurch)
  • Frühstück
  • Abendbrot
  • Reise

2 Kommentare

  1. Ich möchte an dieser Stelle die Butter zur Diskussion stellen!
    Ja, ich wage es. Ich esse mein Käsebrot schon seit 20 Jahren ohne Streichfett und habe es noch keinen Moment lang vermisst.
    Und nun stellen Sie sich einmal ein ofenwarmes Baguette vor, welches Sie in Stücke brechen und mit etwas (viel) cremigen Camembert kombinieren. Hier noch Butter zu ergänzen wäre gerade zu ein Frevel!
    Ich möchte daher der Autorin anraten „obligatorisch“ zu „optional“ zu ändern.

    Herzlichen Dank.

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